Unsere FSJlerin Paula Drewes hat Ende Juni am ersten bundesweiten Treffen für Freiwilligendienstleistende an Orten mit NS-Bezug teilgenommen. In ihrem Bericht erzählt sie von dem Austauschtreffen in der KZ-Gedenkstätte Dachau und dem neu entstehenden Netzwerk für junge Freiwillige.
Im Rahmen meines Freiwilligendienstes hatte ich die Möglichkeit, am ersten bundesweiten Treffen für Freiwilligendienstleistende an Orten mit NS-Bezug teilzunehmen. Das Treffen fand vom 28. bis zum 30. Juni in Dachau statt und wurde in großen Teilen von der KZ-Gedenkstätte Dachau organisiert. Eingeladen waren Freiwilligendienstleistende und ihre betreuenden Personen aus ganz Deutschland, die an Orten mit NS-Bezug arbeiten, wie etwa KZ-Gedenkstätten. Das Netzwerk hat sich im Herbst 2024 formiert und es gab bereits einige Online-Treffen, im Juni folgte dann das erste Präsenztreffen. Ziel dieses Netzwerkes ist es, Freiwillige aus ganz Deutschland, die sich mit dem Thema des Nationalsozialismus auseinandersetzen, miteinander zu vernetzen, um z.B. gemeinsam Projekte zu entwickeln, untereinander besser zu kooperieren und andere Erinnerungs- sowie Gedenkorte kennenzulernen.
Bei dem Treffen in Dachau haben wir uns zunächst mit unseren Einsatzstellen auseinandergesetzt und uns gegenseitig vorgestellt, was diese Orte ausmacht und was unsere Aufgaben sind. Auch über aktuelle politische Fragestellungen haben wir diskutiert und sprachen beispielsweise darüber, wie unsere Einsatzstellen sich öffentlich zu kontroversen Themen positionieren. Auch die Unterschiede zwischen den Gedenkorten wurden thematisiert, da sie sich allein aufgrund der Größe sowie der finanziellen Mittel enorm unterscheiden.
Ein weiterer wichtiger Teil des Treffens war der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau und die anschließende Reflektion des Rundgangs.
Beendet haben wir das Treffen mit der Überlegung, wie es mit dem Netzwerk weitergehen kann, damit auch die nächsten Freiwilligendienstleistende miteinander in Kontakt treten können. Dabei soll der Ort des Präsenztreffens jedes Jahr rotieren, nächstes Jahr steht die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg in der näheren Auswahl.
Insgesamt halte ich das Netzwerk für eine wichtige Möglichkeit, um mit anderen Freiwilligen, die ebenfalls an Orten mit NS-Bezug arbeiten, in den Austausch zu treten. Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren noch mehr Möglichkeiten für die Freiwilligen bieten, gemeinsam Projekte zu gestalten, wenn das Netzwerk einmal gefestigt ist.