Hope & Despair

Ein deutsch-dänisches Interreg-Projekt

„Triangles – A Cross-Border Remembrance Project between Hope & Despair“

Vom 7. Mai bis 18. Juni 2025 war auf der KZ-Gedenkstätte eine zweiteilige Ausstellungskultur zu sehen, die den Titel „Arzt und KZ-Häftling – Zwischen Verantwortung und Zwang“ trug.

Im Fokus stand Paul Thygesen: Arzt, Widerstandskämpfer und Häftling. Während seiner Inhaftierung im KZ Husum-Schwesing wurde er von der Lagerleitung als Arzt eingesetzt – eine Position, die Thygesen gewisse Handlungsspielräume gab, aber auch schwere moralische Konflikte mit sich brachte.

Jede Entscheidung konnte Leben retten – Jede Entscheidung konnte Leben kosten

Die Sonderausstellung beinhaltete künstlerische Soundelemente und wurde im Rahmen des deutsch-dänischen Projekts „Hope and Despair“ vom Team der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing in enger Zusammenarbeit mit der Designskole in Kolding entwickelt.

 

Podcast: Hope & Despair

Erinnerung lebt vom Zuhören. Im Rahmen des Projekts reisen Mats und Maxi in vier Folgen zu zentralen Erinnerungsorten in Norddeutschland – von Ladelund über Husum-Schwesing und Rendsburg bis nach Neuengamme.

In der zweiten Folge sind sie in der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing zu Gast. Gemeinsam mit Charlotte Haugg sprechen sie über die besondere Ausstrahlung des Ortes, über Herausforderungen und Chancen der Bildungsarbeit an kleineren Gedenkstätten und über die bewegende Geschichte des Häftlingsarztes Paul Thygesen.

Die Folge eignet sich als Vorbereitung auf einen Besuch oder als vertiefende Begleitung zur Auseinandersetzung mit unserer Geschichte.

Projektbeschreibung

„Hope and Despair“ ist ein überregionales Projekt verschiedener Gedenkstätten und Museen aus Norddeutschland und Süddänemark. Ziel des Projekts ist es, eine aufeinander bezogene, grenzüberschreitende Erinnerungskultur zu schaffen und das Interesse von Tourist*innen an der Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs zu wecken.

Neben der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing ist auf deutscher Seite auch die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, das Jüdische Museum Rendsburg, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Tourismuszentrale Flensburger Förde sowie die Fachhochschule Kiel und die Europa-Universität Flensburg beteiligt. Auf dänischer Seite sind das Museum Kolding, Frøslevlejrens Museum, Billund Municipality Museums, Destination Sønderjylland und Destination Triangle Area sowie die UC SYD in das Projekt eingebunden.

Die beteiligten Museen und Gedenkstätten erinnern an die Zeit des Zweiten Weltkriegs und möchten ihre Geschichten miteinander verknüpfen, um eine attraktive und informative Erfahrung für Besucher*innen zu schaffen. Die Hochschulen bringen ihre Expertise in den Bereichen Play Design, Storytelling und Kommunikationstechniken ein, um eine zeitgemäße und nachhaltige Vermittlung der Geschichte zu gewährleisten.

Das Projekt richtet sich nicht nur an Tourist*innen, sondern legt auch einen Fokus auf die jungen Generationen. Durch didaktische Angebote sollen historische Zusammenhänge vermittelt und das reflexive Geschichtsbewusstsein gefördert werden.

Zusätzlich zu den Museen und Hochschulen beteiligen sich auch drei Tourismusagenturen an dem Projekt. Sie bringen ihr Know-how im Marketing ein, um Erlebnisangebote zu entwickeln und spezifische Führungen anzubieten.

Das Projekt „Hope and Despair“ wurde offiziell am 1. Mai 2023 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird von Interreg 6A Deutschland-Danmark mit insgesamt 1,3 Millionen Fördergeldern unterstützt. Die Design School Kolding hat die Idee für das Projekt entwickelt und übernimmt auch die Projektleitung.

Weiterführende Informationen gibt es auf der Website des Projekts: https://www.hopeanddespair.dk/de/