Leben im KZ-Außenlager Husum-Schwesing

Küchentagebuch des Außenlagers Husum-Schwesing, Oktober 1944 Bundesarchiv Berlin NS 4/Ne 1, Bl. 1,10
Küchentagebuch des Außenlagers Husum-Schwesing, Oktober 1944 Bundesarchiv Berlin NS 4/Ne 1, Bl. 1,10

Die ersten 1.500 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme wurden mit Güterwaggons in das Barackenlager transportiert, das für nur 400 Personen Platz bot. In den zugigen, unbeheizten Baracken mussten sich mehrere Häftlinge ein Bett teilen. Es gab keine Waschgelegenheit; als Toiletten dienten Baracken über Erdlöchern.
Die Häftlinge, die als Ärzte eingesetzt waren, konnten die Kranken ohne Medikamente und Pflegemittel nicht ausreichend versorgen. Selbst kleinere Verletzungen oder einfache Erkrankungen wie Durchfall wurden daher zu einer lebensbedrohlichen Gefahr.
Solidarität unter den Häftlingen war überlebenswichtig. Manchen Häftlingen, beispielsweise ehemaligen Aktivisten aus dem Widerstand, gelang es, sich zu organisieren und sich gegenseitig zu helfen.

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