Der „Friesenwall“

Übersicht über den geplanten und rekonstruierten Verlauf des Friesenwalls Grafik auf Grundlage der Zeichnung „Friesenwall und Riegelstellungen“ von Klaus Bästlein sowie der Angaben von Rolf Grzywatz, Bredstedt 2015

„Friesenwall“ bezeichnete eine aus heutiger Sicht sinnlose Verteidigungsanlage entlang der deutschen Nordseeküste. Nach der Eröffnung der Westfront im Juni 1944 wurde ihr Bau per Führerbefehl vom 28. August 1944 mit höchster Eile vorangetrieben.
Über 25.000 Arbeitskräfte wurden in Nordfriesland im Herbst
1944 dafür eingesetzt, darunter – streng getrennt von allen anderen Arbeitern – auch 2.500 Häftlinge aus dem KZ-Außenlager Husum-Schwesing. Die KZ-Häftlinge mussten, schlecht ernährt und in unzureichender Kleidung, mit Schaufeln Panzerabwehrgräben ausheben.
Zuständig für die Beschaffung der Arbeitskräfte war zunächst der Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann, später der Gauleiter für Schleswig-Holstein Hinrich Lohse. Die bauliche Umsetzung übernahmen die Organisation Todt und Firmen aus der Region.

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