Ein KZ-Außenlager gerät in Vergessenheit

Küchenbaracke, 1950 Foto: Jørgen Poulsen, Landwirt
Aabenraa Kredsens Arkiv, Rigsarkivet, Aabenraa Nach dem Abriss dieser Küchenbaracke Anfang der 1960er-Jahre errichteten private Nutzer ein Wohnhaus auf dem Kellergeschoss. Das Gebäude war bis Anfang der 1990er-Jahre bewohnt. Der Rückbau durch die Stiftung Nordfriesland erfolgte 2012.

Ende Dezember 1944 löste die Lager-SS das KZ-Außenlager Husum-Schwesing auf und transportierte die kranken und nicht mehr arbeitsfähigen Häftlinge zurück in das Hauptlager Neuengamme. Wie viele von ihnen bis zur Befreiung des KZ durch die Truppen der britischen Alliierten am 3. Mai 1945 starben, ist nicht bekannt.
Nach einer vorübergehenden Nutzung als Flüchtlingslager geriet
das Außenlager Husum-Schwesing ab Anfang der 1960er-Jahre bis in die 1980er-Jahre vollständig in Vergessenheit. 1987 richtete der Kreis Nordfriesland eine Gedenkstätte ein. Auf dem Gelände befand sich außerdem bis in die 1990er-Jahre ein privates Wohnhaus mit Pferdeweide. 1994 wurden die letzten baulichen Überreste des KZ-Außenlagers unter Denkmalschutz gestellt.

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