Der Kampf um die Erinnerung

Kranzniederlegung bei der Einweihung der Gedenkstätte, 27. November 1987 Foto: Hartmut Schwarzbach Der Kreis Nordfriesland und die Gemeinden Husum und Schwesing weihten das Mahnmal im November 1987 gemeinsam mit Vertretern der Häftlingsverbände aus Frankreich und Dänemark ein.

Anfang der 1980er-Jahre konnte oder wollte sich niemand
mehr an das KZ-Außenlager Husum-Schwesing erinnern. Aus Protest gründete sich die Arbeitsgruppe zur Erforschung der Konzentrationslager in Nordfriesland. Sie forschte zur Geschichte der Außenlager Husum-Schwesing und Ladelund, nahm Kontakt zu ehemaligen Häftlingen auf und organisierte Veranstaltungen mit ihnen.
Die Erinnerung an die Opfer des KZ-Außenlagers Husum-Schwesing und die Aufarbeitung seiner Geschichte wurden unter anderem durch ihre Initiative als kulturpolitische Aufgabe etabliert.
Die Anregung dieser Arbeitsgruppe, hier eine Gedenkstätte einzurichten, führte nach langen Verhandlungen mit Kreis und Land schließlich 1987 zur Einweihung eines Mahnmals. Seitdem wurde die Gedenkstätte schrittweise ausgebaut.

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